AKTUELLES


termin des nächsten workshop steht fest! jetzt anmelden!


Verwirrung im Namen des Gesetzes...

 

Workshop mit Fachanwältin für Medizinrecht Frau Dr. jur. Anette Oberhauser in Alsfeld:

In dieser kleinen Vorausschau möchten wir alle Mitglieder,
Gäste und Interessenten auf Tätigkeiten aufmerksam machen, die uns im täglichen Alltag ständig passieren.
Verbraucher wünschen ein qualitativ hochwertiges Geschenk und möchten wissen, worauf sie dabei achten müssen.
Umgekehrt sollte natürlich ein Geschäftsinhaber wissen welche Information er mit seinem Etikett dem Kunden geben kann und auch welche er veröffentlichen muß. Darf er auch damit werben und was darf er mit seinen Produkten auf das Etikett schreiben?


Nehmen wir an, Sie als Inhaber möchten etwas ganz besonderes dem Kunden anbieten, z.B. Herstellung eines individuellen Parfüms...egal ob ein Kunde dies im Workshop unter Anleitung kreiert oder sie es ihm fertigen:

Was ist auf dem Etikett erlaubt - was MUSS sein ?

 

Oder nehmen wir an, sie möchten zusätzlich zur Beruhigung und Entspannung neben ihrer beruflichen Tätigkeit dem Kunden eine Kopfmassage gegen seine Verspannungen anbieten und dazu einen selbst gemachten Eierlikör anbieten - Kostenpunkt gesamt 30 € - was ist dabei zu beachten ?

Diese und viele andere Fragen kommen natürlich ebenso zur
Sprache, wie die neuen Änderungen für Etikettierungen von
Ätherischen Ölen - z. B. UFI.



Für Mitglieder von aroma-netz e.V. :

DEINE rechtlichen Fragen, aus dem geschützten Rechtsforum, werden  - wie immer - beantwortet werden, wenn sie 14 Tage vor der Veranstaltung dort hinein gestellt wurden.

Kosten: für Gäste am Samstag allein: 180€ ( 4 Stunden) Beide Tage: 290€
Für meine Schüler der Aromatologie am Samstag allein: 60€:

Beide Tage: 90€

Zeit: Samstag, 25.01.2020, 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr (Einlass ab 13.30 Uhr)
Sonntag, 26.01.2020, 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr (Einlass ab 9.00 Uhr)

Anmeldungen zum Workshop per E-Mail an:

aroma-netz@aroma-netz.com


***jetzt schon vormerken***

Jubiläumstage:
Samstag, 5. September 2020 bis Sonntag, 6. September 2020

 

30 Jahre Aroma Zentrum ASOMI



unser aktueller vereins-flyer:

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Unsere Arbeit:

Ein Beispiel aus unserem Forum für Rechtsfragen:  Frage eines Mitglieds:

Zertifizierung von Aroma-Schulen mit Aus- und Fortbildungen  in Deutschland - im Vergleich - zu Österreich

 

 

Aus gegebenen Anlaß ( Ausbildungsangebot aus Österreich ) möchten wir heute erneut auf die Verwendung der Begriffe  "Diplom oder diplomiert"  in Verbindung mit einer nicht akademischen Ausbildung eingehen. 

Wir haben in der Vergangenheit dieses Thema zwar schon in verschiedenen Vorträgen und Workshops behandelt, befragen aber zum aktuellen Stand unsere medizinische Fachanwältin Frau Dr. jur Anette Oberhauser

 

Antwort von Frau Dr. jur Anette Oberhauser:

Ich komme heute darauf zurück, dass Du wegen des diplomierten Aromalehrgangs aus Österreich noch einmal für die deutsche Rechtslage nachgefragt hast. Ich gehe hierbei auch auf Deine Forumsfrage zum Thema ein:

Leider ist es immer noch so, dass die Einschränkungen ein Diplom oder etwas diplomähnliches in Deutschland zu führen immer noch sind, wie ich es seit je her gepredigt habe.
Führt man ein Diplom, auch ein ausländisches, gibt es zwei Säulen, aus denen sich das Verbot ergibt:

A) Die Hochschulgesetze

Im deutschen Rechtsraum ist es bekannt, dass jemand mit einem Diplom an einer anerkannten Hochschule nach den Hochschulrahmengesetzen der Länder (§ 18) studiert hat. Das Diplom ist insoweit ein akademischer Grad. Führt man nun ein Diplom aus dem Ausland, muss sichergestellt sein, dass dies auch von einer dortigen anerkannten Hochschule stammt und das Ausbildungsinstitut einen akademischen Grad nach den dortigen rechtlichen Vorgaben erteilen darf. Es braucht also mind. eine Akkreditierung des Bildungsinstituts. Dann darf man das Diplom mit Auslandszusatz führen.

Handelt es sich um einen rein privaten Bildungsträger gibt es zwar die Möglichkeit, Begriffe wie diplomiert auf das Zertifikat zu schreiben, was den Teilnehmern aber möglichst nicht weiterhilft, da sie den Titel so nicht führen dürfen in ihrem eigenen Werbematerial. Man hat zwar ein wunderbares Zertifikat, das man aber nicht nach außen präsentieren sollte.

Im Übrigen ist das Führen eines Diploms nach wie vor mit einem Strafbarkeitsrisiko verknüpft.

B) Als zweites geht es um das Wettbewerbsrecht, also um die Lauterkeit von Angaben beim Werben

Dann macht man sich zwar nicht mehr strafbar, kann aber immer noch eine Unterlassungserklärung erhalten, mit den dann sich hieran anschließenden Vertragsstrafen. Hierbei ist es zwar zunächst entscheidend, dass man das Diplom hinreichend vom Hochschuldiplom abgrenzt und dadurch sich wenigstens nicht strafbar macht, aber immerhin noch unlauter bei der Werbung handelt. Formulierungen wie „diplomiert“ sind daher schon stark in die Richtung gehend, man wolle andeuten, zumindest an einer Hochschule studiert zu haben oder eine Ausbildung bekommen zu haben, die annährend diesem Niveau entspricht.

Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema gab es bei dem Diplom Wellnesstrainern, dem Diplom Feng Shui Berater und anderen. Hier gilt nach wie vor folgendes:

Hier wurde unterschieden zwischen personenbezogenen Zertifikaten, diese dürfen nicht Diplom heißen, sondern sicherer Zertifikat, es heißt also, wenn man ein solches Diplom erhalten hat, darf man es zwar dann an die Wand hängen, allerdings nicht schreiben „Elisabeth Müller, Diplom Feng Shui Beraterin“ oder im Fall „diplomierte Aromapraktikerin“.

Irreführung bleibt auch bestehen, wenn ein Zusatz, der das ganze relativieren soll, angebracht wird, beispielsweise der Name des Bildungsträgers oder das Herkunftsland. Auch solches sollte man daher unterlassen.

Ich kann Dich daher nur in Deinem Vorschlag bestärken, alles nur Zertifikat zu nennen. Nun wird natürlich der österreichische Bildungsträger stark darauf Wert legen, dass seine Urkunden so bleiben, wie sie sind. Dann müssen allerdings die Teilnehmer entsprechend belehrt werden, wie ich oben beschrieben habe.

Anette